BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Germering

Antrag auf Erstellung von Gestaltungsvarianten für die Untere Bahnhofstraße

Germering, den 08.09.2026

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag, die Verwaltung zu beauftragen, drei Gestaltungsvarianten für die Untere Bahnhofstraße zwischen Kleinem Stachus und Landsberger zu entwickeln und mit dem vorliegenden Verkehrsmodell zu simulieren. Die Varianten sollen unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Einzelhandel, Aufenthaltsqualität und Mobilitätsformen setzen. Sie sind hinsichtlich Verkehrsmengen, Verlagerungseffekten, Erreichbarkeit für Kundschaft, Lieferverkehr, ÖPNV, Parkierung und gewonnenen Flächen zu bewerten und mit dem Ist-Zustand zu vergleichen. Die Kosten und die Machbarkeit einer Umsetzung sind grob abzuschätzen. Die Vorschläge sollen bis Ende 2026 in den entsprechenden Ausschüssen oder im Stadtrat zur Vorberatung bereitgestellt werden.


Begründung:

Die Untere Bahnhofstraße zwischen Kleinem Stachus und Landsberger Straße ist Teil der Stadtmitte von Germering mit einer vielfältigen Einzelhandelsstruktur.  Gleichzeitig wird von vielen Germeringer*innen und auch dem Einzelhandel eine Aufwertung hin zu mehr Aufenthaltsqualität, Attraktivität und einer lebendigen Innenstadt gewünscht. Zentraler Punkt wird dafür sein, wie Mobilität in diesem Bereich gestaltet werden kann. Neben den Interessen des Einzelhandels und der Kundschaft sind auch die Bedürfnisse des ÖPNV und des Individualverkehrs zu berücksichtigen.

Mit der Fertigstellung des Verkehrsmodells für Germering im Juli 2026 hat die Verwaltung das notwendige Arbeitsmittel, um Neugestaltung und Weiterentwicklung der Mobilität in Germering in verschiedenen Szenarien zu betrachten.

Dieses Werkzeug soll für die Untere Bahnhofstraße genutzt werden. Denkbare Varianten sind Einbahnverkehr mit Flächengewinn, weitgehende Verkehrsberuhigung unter Beibehaltung des ÖPNV oder die Verwendung von Modalfiltern.

Laut Information im Planungs- und Bauausschuss vom 14. Juli 2026 ist für eine Simulation mit Kosten von 800 – 1.200 € zu rechnen. Für die Ausarbeitung von drei Varianten sind nach unserer Einschätzung 5.000 € für Gestaltung, Aufbereitung und Reserve zu veranschlagen. Die Mittel könnten aus den laufenden Mitteln des Bauamts oder einem anderen geeigneten Haushaltsansatz gedeckt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gerhard Blahusch

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